Luftfahrtmuseum August Euler
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Im Zentrum der Luftfahrtgeschichte - 50 Jahre DC-8

Betrachtungen zum Erstflug der Douglas DC-8 am 30. Mai 1958

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Es ist ein vernebelter früher Morgen im Oktober 2006, die Douglas DC-8 des Museumsfördervereines vollbringt am Kranhaken ihren letzten Flug und setzt zur finalen Landung in Griesheim an. Warum eine DC-8 im Museum? Welchen Stellenwert hat die DC-8 in der Luftfahrtgeschichte? Um dies zu ergründen, müssen wir einen Blick zurück in die Anfänge der Motorluftfahrt werfen.
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Am 17. Dezember 1903 führte Wilbur Wright den ersten gut dokumentierten und fotografierten Motorflug in einer von ihm und seinem Bruder Orville konstruiert und gebauten Flugmaschine durch. Die Flugstrecke war mit rund 40 Metern gerade mal etwas weniger als die Rumpflänge und Spannweite der ersten Versionen der DC-8.
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1908:  Viele Pioniere und Tüftler konstruierten daraufhin oftmals abenteuerliche Flugapparate, aber erst um 1908 herum, nun also genau 100 Jahre bevor diese Zeilen Ende Mai 2008 geschrieben wurden, waren Flugzeuge mit längerer Flugdauer und bedingt brauchbarer Steuerung verfügbar, mit denen auch Kurven und Kreise geflogen werden konnten. In dieser Zeit entstanden auch die ersten Flugfelder, so zum Beispiel der Flugplatz auf dem Griesheimer Sand bei Darmstadt.
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1958:  50 Jahre nach diesen Flugpionieren hat sich das Aussehen des Flugzeuges enorm verändert. Im sonnigen Kalifornien wird ein neues Langstreckenverkehrsflugzeug auf seinen Erstflug vorbereitet, die Douglas DC-8. Im Vergleich zu den Flugpionieren ist die Entwicklung der Luftfahrt- und Antriebstechnik in diesen 50 Jahren so rasant voran gekommen, dass nun die Überquerung der Ozeane mit nahezu Schallgeschwindigkeit angestrebt wird.
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Zusammen mit dem Konkurrenzprodukt von Boeing, dem Modell 707, gehört die DC-8 zu den ersten Vertretern einer neuen Flugzeuggeneration, die mit gepfeilten Tragflächen und vier darunter gehängten Turbinentriebwerken einen bisher nicht gekannten Reisekomfort auf langen Strecken versprechen. Der Prototyp der DC-8 startete schliesslich am 30. Mai 1958 zu seinem Jungfernflug.
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2008:  Und wie hat sich bis heute, weitere 50 Jahre später, die Verkehrsluftfahrt weiter entwickelt? Im Detail verfeinerte Aerodynamik, optimierte Triebwerkstechnologie, moderne Werkstoffe, sowie die Verwendung neuester Mikroelektronik lassen nun bequeme Flugreisen über entfernteste Strecken zum Alltag werden.
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Oberflächlich betrachtet hat sich aber das Grundkonzept nur noch wenig verändert. Die modernen Langstreckenverkehrsflugzeuge haben mit ihren Pfeilflügeln und Leitwerken, sowie den fast gleichmässig über die Spannweite verteilt unter der Flügelnase angebrachten Triebwerken, noch immer grosse Ähnlichkeit mit der 50 Jahre alten DC-8. Die DC-8 kann somit ohne Zweifel als einer der Wegbereiter der heutigen Verkehrsluftfahrt bezeichnet werden. 
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Im hundertjährigen Zeitfenster der Geschichte des Motorfluges liegt die DC-8 also genau mitten drin. Douglas war bekannt für langlebige Flugzeugkonstruktionen. Und so existieren auch 50 Jahre nach dem Jungfernflug von den insgesamt 556 gebauten Exemplaren immer noch etwa 100 Stück, von denen viele noch täglich im Einsatz sind. Dagegen ist das Konkurrenzprodukt von Boeing nur noch sehr selten im zivilen Luftverkehr anzutreffen, obwohl insgesamt mit grösseren Stückzahlen produziert. Vereinzelt wurde die Boeing 707 von den Betreibern sogar noch durch die DC-8 ersetzt.
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Die Douglas DC-8 war bis 1972 mit verschiedenen Versionen in Produktion, wurde auch danach noch weiter entwickelt und zum Teil mit modernen Triebwerken und Cockpitinstrumentierung nachgerüstet.
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Frank Ketteler, Mitglied im Museumsförderverein, hat für alle die mehr über die Douglas DC-8 erfahren möchten, eine empfehlenswerte Webseite erstellt:
www.dc-8.de


 

Einige Bildgeschichten unseres DC-8 Museumsrumpfes sind hier verfügbar:
Rumpfsektion einer DC-8 als Museumsexponat und Ausstellungsraum


Fotos:  Archiv, Boeing (MDD), Airbus, German Cargo/Archiv M. Poznanski und F. Ketteler